Hologrammatica – Tom Hillenbrand

Hologrammatica - Tom Hillenbrand

Unsere Welt am Ende des 21. Jahrhunderts: in »Hologrammatica« von Tom Hillenbrand ist das Holonet fast überall (außer im Naked Space) und projiziert den Menschen eine Umwelt, die den Schein wahrt. Ganze Gebäude, Kleidung, Werbung einfach alles ist buntes Licht. Nur mit speziellen Brillen lässt sich die Holographie teilweise entfernen und offenbart einen Blick auf die Realität – die fast immer sehr schmutzig ist.

Menschen können ihren Verstand in einen anderen Körper (meist ein Supermodel) laden. Das ist aber teuer. Leute ohne viel Geld überziehen ihr Gesicht dagegen mit Holographie und können so einfach ihre Identität wechseln. Hier kommt der Hauptcharakter ins Spiel: er ist Quästor und sucht „verschwundene“ Menschen (Milchtüten, wie er sie nennt). Der neueste Fall ist eine Programmiererin, die an der Verschlüsselung von Cogits (ein Cogit ist der digitalisierte Verstand) arbeitete.

Ich finde die Geschichte super und werde auch den zweiten Fall aus der Holo­grammatica lesen! Ansonsten das, was Marcel schreibt:

Hillenbrand erzeugt eine überraschend komplexe und spürbar “reale” Welt, von der genau richtig viel erzählt, aber auch verschwiegen wird. Die Charaktere sind besonders, die Geschichte spannend und unvorhersehbar. Hat einfach, ganz ohne große Abstriche, richtig viel Spaß gemacht.

★★★★☆