Irresistible – Adam Alter

Irresistible von Adam Alter

Aufmerksam wurde ich auf Adam Alter durch »Digital Minimalism« von Cal Newport, der darin an vielen Stellen Alters Werk aufgreift. »Irresistible« erklärt mit vielen Beispielen was Technologie (iPhone, iPad, Apps, Social Media, der Like-Button, Online-Videospiele, …) mit uns macht und das nichts zufällig so funktioniert, wie es funktioniert. Am Ende hat man nichts Unglaubliches gelernt, was man nicht schon wusste oder ahnte. Aber es ist gut, mal zu lesen, wie gefährlich das alles sein kann und wie bspw. Displays die geistige Entwicklungen beeinträchtigen.

Rückblickend habe ich viele der im Buch beschriebenen Beispiele selbst erlebt. Auf ein sehr plattes, dummes (aber nach Logik des Buches auch ein teuflisch-gutes) Spiel bin ich erst vor ein paar Wochen rein­gefallen: Terrarium.

Mehrere Stunden am Tag habe ich mit dem Sammeln von Oxygen-Punkten verbracht. Um neue Pflanzen zu pflanzen und sie Level für Level mit Oxygen-Punkten zu upgraden. Um noch mehr Oxygen-Punkte pro Tap auf die Pflanze zu bekommen. Es gibt einen Gartenzwerg, den man ebenfalls hochleveln kann, durch den man Oxygen-Punkte pro Sekunde, in denen man die App nicht geöffnet hat, bekommt.

Für 2,99 Euro kann man sich Oxygen-Punkte kaufen. 9,97 Euro, ca. 1.250 Level, 180 Pflanzen, 200 Werbeclips und eine Woche später löschte ich die App. Kurz danach las ich »Irresistible« und fand es herrlich, mehr über die simplen Mechanismen solcher Games zu erfahren.

★★★★☆