Poor Economics

Poor Economics

Armut als Klischee – darum geht es in »Poor Economics« von zwei Ökonomen, die an sehr vielen Beispielen erklären, warum „arme“ Menschen in „armen“ Ländern handeln wie sie handeln und weshalb viele wirtschaftliche Anreize von den Menschen zwar verstanden werden, aber Entwicklungshilfen trotzdem oft ins Leere laufen. Und welche Erkenntnisse und Hilfsprogramme auch echte Erfolge erziel(t)en.

Für mich ein 50/50-Buch. Einige Kapitel sind aufschlussreich, die Beispiele greifbar und die präsentierten Ergebnisse nachvollziehbar. An anderen Stellen werden die Erkenntnisse über zu viele Seiten gestreckt, zu viele geographische Sprünge, zu viele beschriebene Entwicklungsprogramme.

Die wiederkehrende Rechnung, dass arme Menschen durch mehr Kalorien später mehr Geld verdienen, war gefühlt omnipräsent. Ungefähr so: Als Kind täglich eine kalorisch bedarfsdeckende Ernährung = 3.000 Dollar mehr Verdienst im gesamten Berufsleben. Manchmal wird es noch weiter heruntergebrochen: plus 200 Kalorien pro Tag = 1.000 Dollar mehr.

★★★☆☆