“It’s like the mafia. Once you’re in – you’re in. There’s no getting out”

Mein Lieblingskollege Oliver war vor einigen Wochen an der Algarve. Dort unten in Portugal – wie immer eingecheckt im (agenturintern legendären) Luz Surf Village – hat er zusammen mit Karsten rund um Lagos und entlang der Küste die Surfszene und den Lifestyle der Algarve eingefangen.

When you think about surfing destinations worldwide what comes to your mind first? Most likely it’s Australia, maybe Hawaii or California. But: As a European you don’t have to travel that far to catch a good wave. In the south of Portugal there is – what many believe – a surfer’s paradise: the Algarve.

Ein schönes Video, ein tolles Projekt. Für einen ausführlichen Bericht mit mehr Bildern lege ich euch diesen Beitrag an die Maus. Wird Zeit, dass ich meinen Hintern auch mal nach Portugal schwinge und meine Surfkarriere noch etwas ansteile.

Liebe Bahn, ich will doch nur ein Anschlussticket!

Leider ist es bei der Deutschen Bahn nicht möglich an einem Fahrkartenautomaten ein Anschlussticket über einen Geltungsbereich hinaus zu kaufen. So kann ich eigentlich mit meinem Schüler Plus Ticket im gesamten VRM fahren (eine super Erfindung für Menschen mit Studentenausweis) und mit meinem NRW Ticket anschließend im VRS – perfekt für die Strecke Koblenz – Köln.

Hab ich das zweite Ticket mal vergessen und ich ehrliche Haut möchte die Strecke im VRS (ab Bonn-Mehlem, auch wenn ich linksrheinisch fahre) bezahlen, bleibt mir scheinbar nur die Möglichkeit auf halbem Weg auszusteigen und am Automaten im neuen Verkehrsbund eine Karte zu ziehen.

Das kann doch nicht sein? Kann man da in 2014 nicht eine Lösung finden und die Fahrkartenautomaten mit einem feinen Update bespielen? Damit ich auch aus aus dem Verkehrsverbund A ein Ticket für den anschließenden Verbund B kaufen kann.

„Wir glauben, dass unsere Produkte überzeugender sind, als ein Facebook-Post es sein kann“

Der Mobilfunkanbieter blau stellt seine Kommunikation auf Facebook ein. Zunehmende kostentechnische Ineffizienz ist einer der Gründe, die der Verantwortliche Moritz Diekmann in einem Interview aufführt.

Die Seite wurde von allen Beiträgen gesäubert und aufgeräumt. Als ein Anker im sozialen Netzwerk bleibt sie bestehen – blau wird also weiterhin gefunden. Nur ganz wenige Unternehmen oder Marken können von Haus aus in Social Media einen echten Mehrwert bieten. So schön viele Facebook-Posts auch aussehen mögen und so witzig oder informierend sie sein wollen, so uninteressant sind sie doch meist im Kern.

Wozu Budget in die Hand nehmen, um eine ganze Strategie zu konzipieren, eine Kreation (lustige Grafiken) zu bezahlen, einen Community-Manager (oder gar ein ganzes Team) zu beschäftigen? Um letzten Endes nochmals in den Topf zu greifen und einen riesigen Batzen Geld in die Promotion einzelner Postings zu stecken?

Nur damit das geile Humpen-Bild 1.000 Likes erhält, 100 mal geteilt und 15 mal kommentiert wird? Damit kann sich höchstens die dafür verantwortliche Person beweihräuchern. Das ist aber tatsächlich kein Content und erst recht kein Ansatz, der bei einer zweistufigen Finanzierung lohnenswert bzw. effizient ist.

Das virtuelle Wischwasch

kai

Die Deutschfranzosen von arte haben diese Woche die Dokumentation Die virtuelle Feder (gibts auch auf YouTube) gezeigt, die sich mit dem Journalismus von morgen beschäftigen mag. Wir wissen alle, Print stribt einen mehr qualvoll schnellen als langsamen Tod.

Witzig ist die Szenerie um Kai Diekmann (ab 40:45 min), wie er da am großen Touch-Display die Themen des Tages hin und her wischt, aussortiert, nochmal hin und her wischt, einen kurzen verstohlenen Blick in die Kamera wagt (41:02 min), um am Ende festzustellen: Okay, also gar nix!

Die großen Geschichten sind auch alle noch in der Mache. Trotzdem stellen wir uns jetzt alle mal um den Kai und, ach… wow… wahnsinn, dieses Touch-Display! Statt wirklich Revoluzzer zu sein, wird sich der eigenen Wahrnehmung gewidmet.

Sky Go – Fehler 207

Alle Bundesliga-Spiele live sehen? Für monatlich 34,95 Euro. Ein Jahr Vertragslaufzeit. Zugeschlagen! Receiver bei den Eltern, Sky Go für mich. Übers iPad und dank Xbox App dann auch am Fernseher. Endlich keine russischen Streams mehr, ha! Ein Traum…

Nach Erstellung der Sky-Pin über den Service, erfolgreichem Zugriff auf das Online-Kundenkonto, wollte ich mich auch bei Sky Go einloggen. Fehler 207. Immer und immer wieder. Telefongespräche mit dem Service. Immer und immer wieder, nur halbherzige Lösungsansätze (Kundennummer ohne Punkte eingeben, App neu installieren, Sky-Pin ändern, Router neu starten). Auch Google wusste nichts, ich stieß nur auf den Post von Jürgen, der mir mit all den Kommentaren wenig Hoffnung machte.

Irgendwann stellte man meine Anrufe gleich in die Technik durch. Ein motiviertes Kerlchen definierte Fehler 207 als IT-Problem. Das Beheben sollte ca. zwei Wochen dauern, man versprach mir einige Filme bei Sky Select – zur Überbrückung. Vielleicht wird daraus noch mehr als ein Versprechen.

Nach exakt zwei Wochen meldete sich der Service wieder. Fehler 207 sei behoben, ich könne mich nun einloggen. Viel Spaß und bis dann. Doch mich begrüßte wieder Fehler 207, noch immer zusammen mit dem Hinweis, ich solle mich bitte telefonisch an den Service wenden.

Nach knapp zwei Monaten wurde mir die Sache zu bunt, die Telefongespräche mit dem Service zu teuer, die Versprechungen zu leer. Einen kurzen Brief mit einer Frist zur Nachbesserung der Sache aufgesetzt und als Einschreiben an die Sky-Zentrale geschickt. Immerhin wird für eine versprochene und vertraglich festgelegte Leistung bezahlt, die Sky nicht erfüllt. Und siehe da, keine Woche später habe ich einen freigeschalteten Zugang für Sky Go. Anderenfalls wäre ich vom Vertrag zurückgetreten und hätte Receiver + restlichen Kram kommentarlos zurückgeschickt.

Statt also seine Zeit wochenlang mit dem 0180-Service zu verschwenden, lieber gleich etwas Druck machen. Hier der Text zum Kopieren:

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit dem xx. xxx 201x bin ich Kunde bei Ihnen (Kundennummer/Vertragsnummer).

Leider muss ich feststellen, dass mein Sky-Go-Zugang nicht freigeschaltet ist. Nach gemeinsamem Einrichten und mehrmaligem Erneuern meiner Sky-Pin mit Ihrem Telefonservice, erhalte ich noch immer die Fehlermeldung 207.

Da ich so für eine Leistung bezahle, die Sie nicht erfüllen, setze ich Ihnen hiermit gemäß §§ 437 Nr. 1, 439 BGB eine Frist zur Nachbesserung der Sache. Sollten Sie bis zum xx. xxx 201x den Fehler bei meinen Sky-Go-Login nicht behoben haben, ich also diesen bezahlten Vertragsinhalt weiterhin nicht nutzen kann, trete ich gemäß § 437 Nr. 3 BGB von meinem Vertrag zurück.

Mit freundlichen Grüßen

Was genau der Fehler 207 nun ist – keine Ahnung. Jedenfalls funktioniert es jetzt und ich freue mich auf die neue Saison. Selbstverständlich sollte man es zuerst einmal über den normalen Service bzw. die Abteilung Technik versuchen. Erst dann macht ein solches Schreiben Sinn und ist auch gerechtfertigt. Auch wenn ich mit dem Service von Sky nicht zufrieden war – an sich ist Pay TV eine gute Sache.